Bürgermeister wehrt sich gegen Vorwurf der Untätigkeit

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Johann Würzburger
Mag. Johann Würzburger, Bürgermeister von Steyregg

Bürgermeister Würzburger wehrt sich gegen den von Windegger Bewohnern erhobenen Vorwurf der Untätigkeit im Fall der Hangrutschung  und legt offen, welche Schritte er in der Angelegenheit bereits unternommen hat.

Wie gestern an dieser Stelle berichtet, haben sich zahlreiche Bewohner von Windegg in einem offenen Brief an Landeshauptmann Pühringer und Landesrat Steinkellner gewendet, da die Zufahrt zu Ihren Liegenschaften aufgrund eines Hangrutsches seit rund 3 Monaten nur eingeschränkt möglich ist.

Bürgermeister Würzburger wehrt sich nun in seiner Stellungnahme gegenüber der Steyregger Zeitung gegen den von Windeggern erhobenen Vorwurf der Untätigkeit. Gestern, Mittwoch, habe eine Besprechung am Stadtamt zwischen dem beauftragten Sachverständigen, Strassenausschuss-Obmann Honeder (FPÖ) und Stadtrat Höfler (SPÖ) stattgefunden.

Im Zuge der Besprechung habe man das bereits vorliegende Gutachten des Sachverständigen DI Ettinger besprochen, und sich darauf verständigt, die Sanierung des Straßenstückes durch eine Holzankerwand voranzutreiben. Unmittelbar nach dieser Besprechung wurde bereits die Ausschreibung für diese Stützwand veranlasst.

Holzankerwand
Das System der Holzankerwand (Bild von einem ähnlichen Projekt) soll bei der Sanierung des abgerutschten Straßenstückes zum Einsatz kommen. Das Bild wurde der Steyregger Zeitung vom Bürgermeister zur Verfügung gestellt.

Gutachten wurde bereits eingeholt

Der Bürgermeister hat durch das Büro DI Ettinger ein Gutachten für die Herstellung und Dimensionierung einer Holzankerwand* erstellen lassen, welches der Steyregger Zeitung vom Amt zur Verfügung gestellt wurde.  Auf rund 47 Meter soll entlang des betroffenen Straßenstückes nun eine solche Holzankerwand zur Stützung der Straße errichtet werden.

Darüber hinaus unterstreicht der Bürgermeister, daß in den 3 Monaten seit Beginn der Hangrutschungen bereits Probebohrungen, Vermessungen, Straßenprofile und verschiedene Lösungsvarianten erstellt wurden. Regelmäßig, zumindest jede Woche hätten Gespräche mit den Anrainern in Windegg stattgefunden.

Windegger Anrainer halten an ihren Vorwürfen fest

In einem Leserbrief von Windegger Anrainern, welcher der Steyregger Zeitung übermittelt wurde, werden indes die erhobenen Vorwürfe gegenüber dem Bürgermeister bekräftigt. Es würden „bei Kontaktaufnahme keinerlei verbindliche Informationen gegenüber den Anrainern erteilt“. Der Bürgermeister lasse teure Gutachten durch Angehörige seiner eigenen Gemeinderatsfraktion erstellen, die bis heute kein Ergebnis gebracht hätten. Die Verzögerungstaktik des Bürgermeisters führe zu einer Steuergeldvernichtung sondergleichen. Das Problem wäre durch eine hangseitige Verbreiterung der Straße binnen weniger Tage einfach zu lösen gewesen, so der Leserbriefschreiber.

*Anmerkung der Red.: In einer früheren Version dieses Artikels hatten wir auch das Gutachten des Büros Ettinger veröffentlicht. Dieses steht jedoch einer Veröffentlichung nicht offen.

 

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