Das Kreuz mit dem gelben Sack

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Der gelbe Sack

Bau des neuen Altstoffsammelzentrums Steyregg verzögert sich um ein weiteres Jahr

Eigentlich sollte er alles einfacher machen, viele sehen darin jedoch eine Schikane der Bürger. Mit Einführung des gelben Sacks wurden in Steyregg alle Kunststoffsammeltonnen entfernt. Der gelbe Sack wird nunmehr alle 6 Wochen direkt vor dem eigenen Haus abgeholt.

Verantwortlich für diese Umstellung ist der Bezirksabfallverband Urfahr. Er glänzte bislang nicht gerade durch herausragende Leistungen, zuletzt stand er vor einiger Zeit im Visier des Rechnungshofes, weil man vergessen hatte, dass die Bestimmungen des Bundesvergabegesetzes auch für den Bezirksabfallverband Urfahr gelten. Sei es wie es sei: Nun soll also der gelbe Sack das Leben der Bürger leichter machen, zumindest wenn es nach dem Abfallverband geht.

Bezirksabfallverband hat es mehrfach verbockt

Mitten zum Höhepunkt der Corona Krise wurden dafür sämtliche Kunststoffcontainer aus dem Gemeindegebiet entfernt. Blöderweise nahm man vielerorts auch gleich die privaten Kunststoffcontainer von einzelnen Hausverwaltungen mit, die man nach den Aufschreien der Bewohner und Verwaltungen auch gleich wieder zurückführen musste. Wirklich fragwürdig war der Umstellungszeitpunkt vor allem auch deshalb, weil zu dem Zeitpunkt aufgrund von Corona alle Altstoffsammelzentren ebenfalls geschlossen hatten, und es damit keine Entsorgungsalternativen für den Kunststoffmüll mehr gab.

Abgesehen von der Umstellung mitten in der Krise muss am Abfallverband Urfahr aber auch aus anderen Gründen deutliche Kritik geübt werden. Fast überall im Bezirk wurden inzwischen neue, grosse Altstoffsammelzentren durch den BAV errichtet – nur eben nicht in Steyregg, obwohl Steyregg im Vergleich sehr hohe Beiträge an den BAV zahlt. In Steyregg kämpfen wir nach wie vor mit einem viel zu kleinen und überlasteten Sammelzentrum aus dem vorigen Jahrhundert, wo man teils 15 Minuten und mehr auf die Einfahrt warten muss. Und soeben wurde die Neuerrichtung des ASZ Steyregg, das eigentlich diesen Herbst eröffnet hätte werden sollen, durch den Abfallverband aufgrund von Corona um ein weiteres Jahr verschoben.

Umstellung richtig

Abgesehen von der nicht gerade glänzenden Leistung unseres Abfallverbandes ist die grunfsätzliche Idee der Umstellung der Kunststoffentsorgung aber richtig, und zwar aus einem sehr handfesten Grund: Die Kunststoffsammelinseln in Steyregg glichen in den vergangenen Jahren immer mehr einem „Sauhaufen“, und der Steyregger Bauhof investierte tagtäglich immens viel Personal und Zeit, um diese „Sauhaufen“ wieder in Ordnung zu bringen.

Von der Sammelinsel Plesching zum Beispiel wurden tagtäglich die Plasticksackerl auf das angrenzende Gelände und den Spielplatz des Kindergartens Plesching geweht. Dort sah es manchmal schlimmer aus als in den Slums der dritten Welt. Vor allem die Entsorgung des Kunststoffmülls hat einfach über viele Jahre nicht funktioniert, und es war am Ende richtig, hier einen Schlussstrich zu ziehen. Nicht richtig waren Art und Weise, wie dies vom Abfallverband in Steyregg gemacht wurde.

Wer nicht 6 Wochen warten will, hat in Zukunft 2 Alternativen

Das ist jedenfalls aber kein Grund, die gelben Säcke jetzt irgendwo anders „illegal“ zu deponieren, oder gar in fremde Container zu werfen. Für alle, die nicht 6 Wochen mit der gesammelten Entsorgung des Kunststoffmülls warten können, weil sie zum Beispiel in einer Wohnung leben, gibt es in Zukunft zwei Alternativen: Entweder den Kunststoffmüll in das nächste Altstoffsammelzentrum führen; oder Gespräche mit der Hausverwaltung aufnehmen, damit diese zusätzlich zu den Restmüllcontainern auch Kunststoffsammelcontainer aufstellt. Wohlgemerkt: Private Container, auf privatem Grund, die von der Hausverwaltung bzw. den Bewohnern selbst in Ordnung gehalten werden. Das wird besonders in Plesching wichtig sein, wo viele Menschen kein eigenes Auto haben, und die Distanz zum ASZ Steyregg für viele zu groß ist.

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