Die Politik der cretins

0
263

Steyregg hat ein grundsätzliches Problem, was die Politik betrifft. Es gibt zu viele Leute, die Politik grundsätzlich so verstehen, dass sie andere Leute schlechtmachen. Das geschieht in den meisten Fällen nicht direkt, sondern mit halbwahren oder einfach unwahren Unterstellungen an Stammtischen, an der Bar, bei Festen oder sonstigen Anlässen, wo Leute zusammenkommen und sich austauschen.

Das ist die Politik der cretins, die nicht darauf gerichtet ist, unsere Gemeinde, unseren Ort, unsere Gesellschaft mit Ideen und ehrlicher Arbeit voranzubringen, sondern eine feige Art der Stimmungsmache, die andere Menschen hintenrum schlecht zu machen sucht, um daraus selbst bei der nächsten Wahl, oder wo auch immer, einen Vorteil zu erzielen. Im Gegensatz zu zulässiger Kritik, die man entweder direkt an die Betroffenen richtet, oder öffentlich äußert, indem man dabei sein Gesicht und seinen Namen herhält, und für seine Äußerungen persönlich geradesteht, verstecken sich die cretins mit ihren Behauptungen, und versuchen Gerüchte in die Welt zu setzen, ohne selbst dafür geradestehen zu müssen.

Viele der Mitmenschen, die sich in der Steyregger Gemeinde politisch engagieren, können ein Lied von solchen Dingen singen. Und, vielleicht liege ich falsch, aber persönlich habe ich den Eindruck, dass es in Steyregg mehr solcher cretins gibt als in anderen Gemeinden.

Wer glaubt, dass dies ein Problem ist, das nur jene Menschen betrifft, die sich politisch engagieren, liegt eklatant falsch. Es ist ein Problem, das uns alle Steyregger betrifft, und uns ganz massiv an der Weiterentwicklung in Steyregg hin zu einer offenen und modernen Gemeinde hindert.

Ein Beispiel, und gleichzeitig Anlass für diese Notiz: Die vergangenen Tage habe ich sehr intensiv damit verbracht, den Glasfaser-Hauptverteilerkasten des neuen Glasfasernetzes am Pfenningberg zu installieren. Übrigens ohne Bezahlung, auf reiner Materialkostenbasis. Warum ich? Weil die Fiberservice OÖ noch nicht soweit ist, und weil andererseits die Strasse rund um den Verteilerkasten in wenigen Tagen und um viel Geld neu asphaltiert wird. Rund um so einen Verteilerkasten müssen natürlich zahlreiche Schläuche für die zukünftigen Leitungen in die Erde gebracht werden, und damit der neue Asphalt dafür in 2 Jahren nicht wieder beschädigt wird, habe ich mich selbst in Absprache mit der Fiberservice um diese Arbeiten angenommen. Natürlich in Absprache mit der Gemeinde.

Naja, es dauerte nicht lang. Prompt wurde ich mit Kritik aus dem Hinterhalt konfrontiert, dass ich illegal und ohne Genehmigung auf öffentlichem Grund arbeite, und was ich mir denn eigentlich erlaube, wer ich denn eigentlich sei. Kurzum: es ging einfach darum, mich persönlich vor anderen Menschen mit unwahren Behauptungen schlecht zu machen.

Eigentlich hätte ich gute Lust gehabt, die ganze mühsame Arbeit bleiben zu lassen. Ich bin ja nicht der Trottel vom Dienst, nächstes Mal sollen sie halt die neue Straße wieder aufschneiden damit wir den nächsten Fleckerlteppich in Steyregg haben, dann können sich die cretins unserer Gemeinde darüber aufregen. Hauptsache sie lassen mich in Ruhe.

Naja, liebe cretins: Ich werde es nicht so machen. Nächstes Mal, wenn ich von derartigen Behauptungen erfahre, werde ich Euch dafür kurzerhand zur Rechenschaft ziehen. Und zwar vor Gericht, denn anders kapiert ihr es einfach nicht. Und jede Stunde Arbeit, die ihr mir mit diesen Rechtsverfahren zusätzlich einbrockt, werde ich penibel protokollieren, und Euch ebenso in Rechnung stellen.

Und ich lade alle anderen Mitbürger, die sich auch für das Allgemeinwohl engagieren ein, das ebenso zu tun. Denn nur so setzen wir dieser Unart ein Ende.

Liebe cretins, ihr meint wir würden uns das nicht trauen, da es uns Wählerstimmen kosten könnte? Na und? Glaubt ihr, wir sind auf unser politisches Mandat angewiesen? Die meisten nehmen ihr politisches Mandat freiwillig wahr, ohne jegliche Entlohnung. Kein politisches Mandat bedeutet für mich in erster Linie mehr Zeit für meine Familie, mehr Zeit für meinen Job, und damit auch mehr Geld. Ich habe nichts zu verlieren, nur zu gewinnen. Praktisch niemand von uns ist auf dieses Mandat angewiesen, die meisten arbeiten freiwillig aus Idealismus.

Vielleicht würde es Euch gut tun, einmal den Begriff Ehrenamt zu googeln, um zu wissen, wo der Begriff herkommt, und was er eigentlich bedeutet. Aber vermutlich wäre das schon zu viel verlangt…

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.