Diskussion um Kindergartengebühren in Steyregg

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Tipp: Benutzen Sie den Elternbeitragsrechner der Steyregger Zeitung um die Höhe der voraussichtlichen Gebühren für die Nachmittagsbetreuung Ihrer Kinder im Kindergarten zu berechnen!

Die oberösterreichische Landesregierung hat gestern mit den Stimmen der schwarz-blauen Mehrheit neue Kindergartengebühren für die Nachmittagsbetreuung in den Kindergärten formell beschlossen. Die Umsetzung und Einhebung der neuen Elternbeiträge obliegt jedoch den Gemeinden bzw. den Rechtsträgern der Kindergärten, in Steyregg der Pfarrcaritas.

In Steyregg sind aktuell 104 Kinder von den Nachmittagsgebühren betroffen. 66 Kinder nehmen 4-5 Tage pro Woche die Nachmittagsbetreuung in Anspruch, 16 Kinder 2-3 Tage, und 22 Kinder 1-2 Tage pro Woche. Gerechnet wird mit einer – durchschnittlichen – Zusatzbelastung der Steyregger Familien von 730 Euro pro Jahr sollte das Landesmodell ohne Änderungen auch in Steyregg übernommen werden.

Die Steyregger SPÖ fordert deshalb den generellen Verzicht der Einhebung von Nachmittagsgebühren in Steyregg. Bürgermeister Würzburger (SBU) spricht sich für eine sozialverträgliche Abfederung der Gebühren in Steyregg aus. Auch die BPS fordert eine sozialverträgliche Gebührenausgestaltung, die Famillien mit geringerem Einkommen, sowie insbesondere alleinerziehende Mütter nicht weiter belastet. Kritisiert wird insbesondere auch der große Verwaltungsaufwand für die Einhebung von Kindergartengebühren, der unweigerlich einen Teil der Einnahmen wieder auffressen würde.

Aufgrund der Einführung der neuen Elternbeiträge kürzt das Land Oberösterreich die Zuschüsse für den Kindergartenbetrieb in Steyregg. Im kommenden Jahr werden deshalb 16.000 Euro weniger vom Land für den Steyregger Kindergarten überwiesen. Darüber hinaus wird es auch keine Sonderförderungen von Seiten des Landes mehr geben.

Durch den Verzicht auf Gebühren für die Nachmittagsbetreuung würden der Gemeinde Steyregg nach ersten Schätzungen Einnahmen in Höhe von um bzw. etwas über 50.000 Euro pro Jahr entgehen. Nicht berücksichtigt sind hierbei jedoch die höheren Verwaltungskosten für die Einhebung dieser komplexen Gebühren.

Auch in der Stadt Linz wird derzeit ein sozial verträglicheres Modell für Nachmittagsgebühren diskutiert. In der kommenden Gemeinderatssitzung am 25. Jänner wird die Stadt Linz darüber abstimmen.