Droht dem Steyregger Stadtsaal das baldige Aus?

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Stadtsaal Steyregg
Stadtsaal Steyregg

Der „Agenda 21“ Prozess in Steyregg beschäftigt sich zur Zeit auch intensiv mit dem Thema des Steyregger Stadtsaals neben dem ehemaligen Gasthof und Hotel Weissenwolff.

Wie berichtet hat Steyreggs Altbürgermeister Buchner eine Beschwerde bei der Bezirkshauptmannschaft Urfahr aufgrund einer mutmaßlich unzureichenden Ausstattung des Saals mit Sanitäranlagen eingereicht. Der Gemeinderat lehnte zuerst mehrheitlich einen Antrag der IST Fraktion auf Ausbau der Sanitäranlagen mit Verweis auf den „Agenda 21“ Prozess ab.

In diesem Prozess soll nun eine Entscheidung darüber getroffen werden, ob nun auch der Steyregger Stadtsaal aufgelassen wird. Zur Diskussion steht die Idee des Bürgermeisters und einiger Gemeinderäte, Veranstaltungen in Zukunft – an Stelle des Stadtsaals – im Schloss Steyregg abzuhalten.

Die Gemeinde könnte hierfür selbst Räumlichkeiten aus dem Schloss anmieten, oder aber Veranstalter direkt an den Schlossbesitzer als Vermieter verweisen. Diskutiert wurde auch ein eigener Lift auf den Schlossberg.

Im Schloss Steyregg wurde die Zahl der Veranstaltungen in letzter Zeit stark reduziert. Wie die Oberösterreichischen Nachrichten berichteten, wurde der Betrieb des Schlosses vom Finanzamt als „Liebhaberei“ erklärt, wodurch sich der Betrieb des Schlosses in der alten Form nicht mehr rechnet. Zukünftig will Schlossbesitzer Salm-Reifferscheidt nur mehr ausgewählt Veranstaltungen im Schloss abhalten lassen.

Mit Auflassung des Stadtsaals Steyregg würde jedenfalls das Schloss als einziger Veranstaltungsort in Steyregg verbleiben, wodurch das Interesse an Veranstaltungen im Schloss wohl wachsen würde.

Zu befürchten steht jedoch, dass die Auflassung des Stadtsaals, als eine der letzten verbliebenen Einrichtungen im Stadtkern von Steyregg, noch weiter zum Aussterben des Steyregger Ortszentrums beiträgt.

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