Ein neues Tarifmodell für die Steyregger Kinderbetreuungseinrichtungen

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Kommentar von Michael Radhuber

Der Entwurf des vorgeschlagenen Tarifmodells soll sicherstellen, dass auch Kinder aus Haushalten mit niedrigen Einkommen die Steyregger Kinderbetreuungseinrichtungen nutzen können. Gleichzeitig soll mit dem Modell die Finanzlage der Stadtgemeinde Steyregg nachhaltig geschont werden.

In einem gemeinsamen Übereinkommen haben sich die Steyregger Fraktionen SBU, SPÖ und BPS, vertreten durch Bürgermeister Würzburger, SPÖ Fraktionsobmann Höfler und BPS Pendant Radhuber, für ein neues Tarifmodell ausgesprochen, das dabei helfen soll, soziale Härtefälle in Steyregg abzufedern. Das Ziel dieses Modells ist es, allen Steyregger Kindern, auch jenen aus sozial benachteiligten Familien, gleiche Chancen beim Start in ihr Leben einzuräumen.

Es wurde mehrmals aufgezeigt, dass besonders jene Kinder aus Haushalten mit niedrigem Einkommen vom Krabbelstuben bzw. Kindergartenbesuch profitieren. Das Ziel des neuen Modellentwurfs ist daher, solchen Kindern keine Hürden für den Kindergartenbesuch entstehen zu lassen. Allen Steyregger Kindern soll die bestmögliche Kinderbetreuung in unserer Gemeinde ermöglicht werden. Das unterstützt wiederum die Gemeinde auch dabei, spätere Probleme im Schulalltag zu reduzieren.

Das vorgeschlagene Modell orientiert sich grundsätzlich am Linzer Tarifmodell. Das Linzer Tarifmodell gilt sowohl für Krabbelstuben, Kindergärten als auch Horte in der Stadt Linz – jedoch nur für die Linzer Bevölkerung. (Dementsprechend soll auch das vergünstigte Steyregger Modell nur für die Steyregger Wohnbevölkerung gelten.)

Nach dem neuen Steyregger Modell werden erst Einkommen ab einer Höhe von 1.471 Euro für die Elternbeiträge berücksichtigt. Für zusätzliche Kinder in der Familie werden Kinderabsetzbeträge gewährt. Jenem Teil des Haushaltseinkommens über 1.471 Euro monatlich werden Krabbelstuben- bzw. Kindergartengebühren in der Höhe von zwischen 3 und 4,8 Prozent in Rechnung gestellt. Wie sich das auf die Familieneinkommen im Vergleich zum – reinen – Landesmodell auswirkt, kann untenstehenden Grafiken entnommen werden.

Gebühren im Vergleich - Entwurf für ein Steyregger Tarifmodell
Kindergarten: Gebühren im Vergleich – Entwurf für ein Steyregger Tarifmodell auf Grundlage des Brutto Haushaltseinkommens
Krabbelstube: Gebühren im Vergleich - Entwurf für ein Steyregger Tarifmodell
Krabbelstube: Gebühren im Vergleich – Entwurf für ein Steyregger Tarifmodell nach dem Brutto Haushaltseinkommem

Die Prozentsätze für die Elternbeiträge sowie die Höchstbeitragssätze orientieren sich im Steyregger Modell – im Gegensatz zum Linzer Tarifmodell – jedoch an den Landesvorgaben, und stellen damit eine nachhaltige Finanzierung dieses Steyregger Tarifmodells sicher.

Das Modell wird am 15. Februar in der Sondersitzung des Gemeinderates zu Beratung und Beschluss vorgelegt.

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