Einbahn Pleschinger See: SPÖ fordert in offenem Brief an Bürgermeister Grillverbot

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"Grillplatz" am Pleschinger See
Nikolaus Höfler, SPÖ Steyregg

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
lieber Hans!

Es ist schon traurig, dass wir über das „angedachte“ Einbahnsystem in Plesching aus den Medien erfahren müssen. Die letzte Gemeinderatssitzung ist noch keine zwei Wochen her, der Straßenausschuss nur ein paar Tage und dennoch hast du es nicht der Rede wert gefunden, die Gemeindegremien über derart gravierende Überlegungen, die negative Einflüsse auf das ohnehin sehr stark verkehrsbelastete Plesching und seine Bewohner/innen haben, zu informieren. Warum dem so ist, darüber möchte ich gar nicht spekulieren. Fix ist, dass deine Alleingänge bei derart sensiblen Themen entbehrlich sind.

Noch viel schlimmer ist jedoch, dass zur bevorstehenden Besprechung Mitte nächster Woche mit der Bezirkshauptmannschaft offensichtlich nur die unmittelbaren Anrainer eingeladen wurden. Die Auswirkungen dieser zusätzlichen Verkehrsbelastung durch dieses „angedachte“ Einbahnsystem hätten aber alle Pleschinger zu tragen. Wir fordern dich daher auf, auch Bewohnervertreter – etwa aus der Initiative „PLESCHING WILL LEBEN“ – bei diesem Termin offiziell einzubinden.

Da die Einrichtung einer Einbahn keine brauchbare Lösung darstellt und eine Zumutung für Plesching ist, fordern wir dich auf, per Verordnung aus Verkehrssicherheits- und Brandverhütungsgründen ein Grillverbot zu erlassen. Schließlich sind unsere Feuerwehren auch mehrmals pro Jahr im Einsatz um am Pleschingerseeareal achtlos weggeschüttete Glutreste zu löschen. Diese Einsätze sind ja auch nicht kostenlos. Durch diese Verordnung sollte die widerrechtliche „Parkerei“ am derzeitigen Grillareal – zumindest weitgehend – Geschichte sein.

Mit freundlichen Grüßen

Nikolaus Höfler
Für die SPÖ-Fraktion