Eine Chance für Steyregg

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Glasfaserrolle, Rechte: BMVIT, colorbox
Glasfaserrolle, Bildrechte: BMVIT, colorbox

Nach langen und beharrlichen Vorbereitungsarbeiten hat sich für Steyregg nun eine einzigartige Chance eröffnet, den Breitbandausbau in unserem Gemeindegebiet voranzutreiben. Das Land OÖ investiert bis zu 100 Millionen Euro in den Ausbau von Glasfaserinternetleitungen in abgelegenen Gebieten. In Summe ist das nicht viel für Oberösterreich, und wer zuerst kommt, malt zuerst. Aber für zahlreiche ländliche Regionen – darunter auch große Teile Steyreggs – ist es eine einmalige Chance, die Leitungs-Infrastruktur zu erneuern. Denn abgesehen von den Ortskernen unseres Gemeindegebietes liegen zahlreiche Siedlungen in unserem Gemeindegebiet so verstreut, dass kein privater Betreiber – ohne Förderungen der öffentlichen Hand – dort jemals moderne Leitungen hinlegen würde. Und wir rechnen nicht damit, dass es in naher Zukunft wieder ähnliche Fördermöglichkeiten geben wird, wie jetzt gerade.

Aber es gibt einen „Haken“ an der Sache: Das Land investiert nur dort, wo mindestens 50% der Bevölkerung Interesse an Glasfaseranschlüssen zeigen, und sich am Ende dann zumindest 40% auch definitiv für diese Anschlussart entscheiden. Deshalb startet kommende Woche eine gemeindeweite Bedarfserhebung zu Glasfaseranschlüssen, zu der jeder Steyregger Haushalt per Post eingeladen wird.

Nun liegt es an uns, auch unsere Nachbarn und Mitbürger von den Vorteilen neuer und moderner Leitungen zu überzeugen, wenn wir nicht auf absehbare Zeit im vorigen Jahrhundert stecken bleiben möchten. Die Kosten, die jeder einzelne Haushalt für den Anschluss zahlen muss, sind nicht besonders hoch: 300 Euro einmalige Anschlusskosten, und rund 40 Euro monatliche Internetkosten werden für Glasfaseranschlüsse bis ins Haus heute von Providern in Rechnung gestellt. Wenn man bedenkt, dass viele heute schon rund 25 Euro für Internet und Telefon zahlen, dazu noch Kosten für das mobile Internet über das Handynetz, und dann vielleicht auch noch die Gebühren für das HD-Fernsehen, eigentlich ein Gewinngeschäft für alle. Die wahre Herausforderung wird also darin liegen, möglichst viele Steyregger davon zu überzeugen, an der Bedarfserhebung mitzumachen, und sich bereit zu erklären, die Kosten für die Aufrüstung des eigenen Hausanschlusses zu tragen.

Uns muss klar sein, dass wir ohne Glasfaseranschlüsse in Zukunft auf Vieles verzichten werden müssen. Das betrifft nicht nur Menschen, die beruflich viel im Internet zu tun haben. Es betrifft in erster Linie die Landwirte, die mit immer modernerer Sensorentechnik immer größere Datenmengen übertragen. Es betrifft Senioren, die in Zukunft mobile Betreuungs- und Überwachungsdienste zuhause über Glasfaserinternet in Anspruch nehmen können. Es betrifft die medizinische Versorgung, die in Zukunft auch von zuhause aus als „Telemedizin“ über Glasfaserinternet stattfinden wird. Es betrifft Schüler und Studenten, die sich ohne moderne Internetleitungen bei den Hausaufgaben schwer tun werden, und generell auf viele E-Learning Angebote verzichten müssen. Es betrifft unsere Gewerbe, die ohne moderne Internetanschlüsse unter massiven Standortnachteilen leiden.

Wir benötigen deshalb Ihre Hilfe. Die Vorbereitungszeit für die kommende Bedarfserhebung war leider viel zu kurz. Dennoch müssen wir schnell handeln, damit wir uns als Steyregger diese Fördermöglichkeiten nicht entgehen lassen. Viele Mitbürger in unserer Gemeinde sind jedoch zu wenig informiert, und stehen deshalb dem Thema Glasfaserinternet oft uninteressiert oder gar ablehnend gegenüber. Wenn es uns nicht gelingt, als Gemeinde in dieser Angelegenheit an einem Strang zu ziehen, werden wir uns diese einmalige Fördermöglichkeit entgehen lassen. Bitte nutzen Sie deshalb Ihre Kontakte in den zahlreichen Steyregger Vereinen, im Bauernbund, in der Jägerschaft, in der Feuerwehr, in Schulen, wo auch immer, um unsere Steyregger Mitbürger von der Notwendigkeit dieses Infrastrukturausbaus zu überzeugen. Nur gemeinsam werden wir es schaffen, möglichst viele Förderungen des Landes Oberösterreich für den Glasfaserausbau in Steyregg an Land zu ziehen.

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