Gemeinde plant Hochbehälter um 1,65 Millionen Euro

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Wasserhochbehälter
Hochbehälter © Wikimedia, Martin Kraft

Laut Auskunft des zuständigen Sachbearbeiters am Gemeindeamt Ing. Meisinger sind die Reserven der Steyregger Wasserversorgungsanlage an Sommertagen bereits jetzt regelmäßig aufgebraucht. In den letzten Jahren wurde daher versucht, das Problem durch den Einbau von stärkeren Pumpen noch etwas hinauszuschieben. Im Rekordsommer 2015 dürfte aber auch das nicht mehr viel geholfen haben, da die Wasserkapazitäten jeden Abend bereits regelmäßig erschöpft waren.

Die Höhe der Kosten für den Neubau des Hochbehälters ergibt sich aus der mittelfristigen Finanzplanung der Gemeinde 2016-2020 und beruht auf einer ersten und noch unverbindlichen Schätzung des Gemeindeamtes. Aufgrund der Höhe der veranschlagten Kosten müssen Planung und Neubau des Hochbehälters öffentlich ausgeschrieben werden. Der Großteil der Kosten in Höhe von ca. 1,2 Millionen Euro soll mit einem Investitionsdarlehen über die kommende Jahre bzw. Jahrzehnte finanziert werden. Zum Vergleich: Das gesamte Jahresbudget der Steyregger Gemeinde liegt etwas höher als 8 Millionen Euro.

Dennoch kommt die Investition nur einem Teil von Steyregg zu Gute. Denn große Bereiche von Steyregg im Bereich des Pfenningberges und des Reichenbachtals sind bis heute weder an das öffentliche Wasserversorgungssystem noch an das Kanalsystem angeschlossen, und werden durch private Brunnen oder kleinere Wassergenossenschaften versorgt. Dabei kommt es immer wieder zu Engpässen bei der Wasserversorgung oder Wasserverschmutzungen. Pulgarn besitzt eine eigene größere Wassergenossenschaft, und Plesching und angrenzende Gebiete werden über das Netz der Linz AG versorgt.

An vielen Orten Steyreggs funktioniert die Abwasserentsorgung noch über Senkgruben und wird von der Gemeinde mittels Kanalwägen durchgeführt.

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