Holzwindener Straße: Sanierung und Verbreiterung, oder Neubau einer Steyregger Umfahrungsstraße?

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In der kommenden Sitzung des Steyregger Straßenausschusses sollen die Weichen für die Sanierung und Verbreiterung der Holzwindener Straße in Steyregg gestellt werden. Diskutiert werden 2 Varianten, die beide eine Verbreiterung und Sanierung der bestehenden Holzwindener Straße vorsehen, einmal mit einem vollständigen selbständigen Gehweg, einmal mit einem in die Fahrbahn integrierten Gehstreifen.

Holzwindener Strasse
Holzwindener Strasse

In beiden Fällen soll jedoch auch in Zukunft der Verkehr vom Pfenningberg und dem Reichenbachtal durch das Steyregger Ortszentrum geführt werden. Eine – zumindest teilweise – Verkehrsberuhigung des Steyregger Ortszentrums und der Siedlungen entlang der bestehenden Holzwindener Straße, und eine Aufwertung eines „Steyregger Stadtplatzes“ rücken damit in weite Ferne. Für die Autofahrer selbst ist die Fahrt durch das Steyregger Ortszentrum zwar jedenfalls die kürzeste Route, aufgrund der vielen Kurven, Parkplätze und des regen Fußgänger- und Radfahrerverkehrs jedoch keinesfalls die schnellste.

Warum denkt man deshalb nicht gleich den Neubau einer Umfahrungsstraße für das Steyregger Ortszentrum an? Denn fix ist, dass auch eine Sanierung und Verbreiterung der bestehenden Holzwindener Straße sehr kostenintensiv wird. Im unteren Bereich der Holzwindener Straße ist eine Verbreiterung aufgrund der dichten Verbauung auch nicht mehr denkbar, womit jedenfalls immer ein Nadelöhr bestehen bleiben würde. Ein Neubau einer gänzlich neuen Umfahrungsstrasse würde finanziell nicht ganz so schwer ins Gewicht fallen, wenn man sich die ebenfalls sehr teure Sanierung und Verbreiterung der bestehenden Holzwindener Straße erspart. Die bestehende Holzwindener Straße bliebe natürlich erhalten, würde aber prinzipiell nur mehr Anrainern, Fußgängern und Radfahrern dienen.

Der große Vorteil einer neuen Umfahrungsstraße liegt jedenfalls darin, dass damit alle Möglichkeiten für eine zukünftige – teilweise – Verkehrsberuhigung des Steyregger Ortskerns bestehen bleiben, und einer Aufwertung unseres Stadtzentrums nichts mehr im Wege steht. Die neue Straße könnte durchgehend zweispurig geführt werden, auch würde man sich dort die 30 km/h Beschränkung ersparen, da die Straße nicht durch Siedlungsgebiet führt.

Die neue Umfahrungsstraße könnte unterhalb des Wohnparks Hasenberg abzweigen, an Hasenberg vorbei, und über den Bauerberg in die alte Bundesstrasse, nunmehr Linzer-Strasse einmünden. Insgesamt wäre das neue Straßenstück rund 1,5km lang. Im Vergleich zur alten Route durch das Stadtzentrum bis zur Speed-Diskont Tankstelle würde sich für Autofahrer ein Mehrweg von 500m auf einer gut ausgebauten Straße ergeben (1,6km im Vergleich zu 2,1km ab dem Wohnpark Hasenberg bis zur Speed Diskont Tankstelle), der jedoch nicht mitten durch den Ortskern führt.

Das Höhenprofil der Umfahrungsstraße. Die maximale Steigung im Bereich des Bauerbergs beträgt 13%.

Die Baukosten für eine 1 km lange, 5,5 Meter breite Gemeindestraße (= 2 Fahrspuren), mit separatem Gehweg, Kanalisation, Strom und Trinkwasserverrohrung liegen 2018 bei 1.258.400 Euro, hochgerechnet auf 1,5 km würde die neue Umfahrungsstraße also rund 1,89 Millionen Euro kosten.