Lachstatt, Holzwinden, Götzelsdorf, Hasenberg: Wollen wir auch in zehn Jahren noch fließendes Wasser haben?

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Dürre 2018, Niederschlagsmengen im Sommer 2018 in Österreich
Dürre 2018. Quelle: ÖHV

…oder ist es einfach bequemer nichts zu tun, solange wir den Wasserhahn aufdrehen und daraus noch Wasser rinnt?!

Aber wenn uns das Nichtstun um so vieles lieber ist, was machen wir dann in zehn Jahren, wenn die Dürresommer der Zukunft und der neue Autobahntunnel unter dem Pfenningberg auch bislang als sicher geltende Quellen und Brunnen zum Versiegen gebracht haben? Einige meinen vermutlich, dass für die Lösung dieses Problems andere zuständig seien. Die Gemeinde, das Land, wer weiß schon…

Die Wahrheit ist, wir leben gottseidank in einem freien Land, und jeder ist für die Lösung seiner Probleme selbst zuständig, jetzt, und auch in Zukunft. Und wenn der eigene Hausbrunnen plötzlich versiegt, wird es nichts bringen, lauthals nach der Hilfe anderer zu schreien. Die Allgemeinheit ist nicht für die Lösung der Probleme jedes einzelnen Bürgers verantwortlich.

Vielleicht versteht man in Kalifornien besser, was es bedeutet, wenn die Wasserreserven erschöpft sind. Wenn das eigene Haus mangels fließendem Wasser nicht nur nichts mehr wert ist, sondern auch gänzlich unverkäuflich. Wer kauft schon ein Haus ohne fließendes Wasser. Und wenn die Bauern reihenweise ihre Betriebe aufgeben müssen, weil ohne Wasser kein wirtschaftliches Überleben mehr möglich ist.

Hoffentlich bleiben uns solch gravierende Probleme wie in Kalifornien in Österreich in Zukunft erspart. Nichtsdestotrotz ist heute schon mehr als offensichtlich, dass die Versorgungsprobleme in Zukunft dank Klimakrise und Kluftwasserabfluss aus dem Pfenningberg (Ostumfahrung) massiv zunehmen werden. Jetzt ist die Zeit zu handeln.

Was wir benötigen sind Wasserspeicher, neue Brunnen und Quellen, eventuell die Vernetzung bestehender Brunnen und Quellen, sowie ausreichend Nutzwasserreserven für die Landwirtschaft. Die Erfassung und Dokumentation der bestehenden Wasserreserven, um diese in einem zukünftigen Umweltverträglichkeitsverfahren einfordern zu können, wenn die ASFINAG das Wasser unter dem Berg abgräbt. Nur so wird es in den Sommern der Zukunft für die Siedlungen am Pfenningberg noch ausreichend Wasser für alle geben können. Nur so wird es möglich sein, dass wirtschaftliche Überleben der Landwirte auch in Zukunft sicherzustellen.

Die Lösung besteht in der Gründung einer eigenen Wassergenossenschaft, langsamem Ansparen, und Schritt für Schritt Realisierung eines zentralen Wasserversorgungsnetzes für alle. Die Gemeinde Steyregg wird dieses Projekt finanziell unterstützen. Den anderen Teil werden die Bürger selbst beisteuern müssen, auch durch Eigenleistungen, um die Ausbaukosten möglichst niedrig zu halten.

Es geht um keine großen Geldsummen. Der erste Vorschlag am Tisch ist ein Mitgliedsbeitrag von 20 Euro monatlich. Erst wenn in (einigen Jahren) dann in Abstimmung mit den betroffenen Bürgern die ersten Anschlüsse hergestellt werden, sind Anschlussgebühren und Bezugsgebühren fällig. Jetzt geht es einmal darum, langsam die ersten Vorbereitungen einzuleiten, den Karren sozusagen auf den Weg zu bringen. Vorsorgen, für die Sommer der Zukunft.

Dieses Projekt der Stadtgemeinde Steyregg hat nur dann eine Chance auf Verwirklichung, wenn sich ausreichend Bürger daran beteiligen. Natürlich ist es jetzt bequemer, dank des eigenen Hausbrunnens nichts zu tun und nichts zahlen zu müssen. Wer aber erst in zehn Jahren draufkommt, dass ihm das Wasser ausgegangen ist, für den ist es dann – sorry – zu spät. Hintenanstellen, heißt es dann.

In den kommenden 4 Jahren werden mehr als 3 Millionen Euro in den Glasfaserausbau am Pfenningberg und im Reichenbachtal investiert. Es bietet sich die einzigartige Chance, hier gemeinsam mit der Verlegung der Glasfaserkabel gleich auch einige Wasser und Abwasserleitungen unter die Erde zu bekommen. So eine große Investition wird es in diesem Gebiet wohl in den nächsten 30 Jahren nicht wiedergeben. Diese Chance zu verschlafen, wäre mehr als fahrlässig.

Es liegt an jedem einzelnen, Vorsorge für seine Zukunft zu treffen. Bei keinem oder zu geringem Interesse der Bewohner ist das Projekt zum Scheitern verurteilt. Dann wird jeder eigene Wege gehen müssen, um für sich selbst Vorsorge zu treffen. Eine Neuauflage dieser Idee zu einem späteren Zeitpunkt ist nicht besonders wahrscheinlich.

Bitte füllen Sie die unverbindliche Interessensbekundung aus, um dem Projekt „Wassergenossenschaft Pfenningberg“ auf die Beine zu helfen: HIER KLICKEN

Die „Wassergenossenschaft Pfenningberg“ ist ein Projekt der Stadtgemeinde Steyregg im Rahmen der Klimanotstandsmaßnahmen. Mehr Infos finden Sie unter https://www.steyregg.at/projekte#wassergenossenschaft-pfenningberg

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