Luger, der Umfaller

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So, nun ist es also amtlich. Mit seiner „Befragung“ von 3.000 SPÖ Mitgliedern hat es Luger geschafft, sich aus der Ostufmahrungs-Affäre zu ziehen. Vor einem Jahr hieß es noch: „Setze mich gegen die Ostumfahrung auf die Straße“ (siehe hier), heute gibt Luger dem Bau der Ostumfahrung mitten durch Steyregg und die Stadt Linz grünes Licht (hier). Glaubwürdigkeit zero, aber was juckt das schon den Linzer Bürgermeister, Glaubwürdigkeit war für ihn noch nie ein Maßstab in der Politik. Man fragt sich, ob er es je mit irgendetwas ernst gemeint hat.

Nach den Umfallern aus Linz werden wohl auch bald die ersten Umfaller aus Steyregg folgen. Wie immer wird man den Umfaller mit irgendeinem „Ja, aber“ kaschieren versuchen, bis man nach einigen Tagen dann gänzlich den Widerstand fallen lässt. Im Steyregger Gewerbegebiet wird ohnedies bereits heftig gemunkelt, und viele hoffen insgeheim auf den Autobahnanschluss für eine bessere Erreichbarkeit und höhere Grundstückspreise.

Und Immobilienspekulanten haben wir schliesslich auch in Steyregg genug. Aber auch ein noch so gut orchestrierter Umfaller unserer Lokalpolitiker ändert nichts an der Tatsache: Eine Umfahrung ist keine Durchfahrung, und eine internationale Transitstrecke gehört am Ballungsraum aussen vorbei geführt, und nicht mitten hindurch.

Was werden wir machen? Naja, wir werden eben gemeinsam mit den Linzern eine Volksbefragung zur Ostumfahrung ansetzen, und zwar nächstes Jahr. Mal sehen, wer dabei dann mitzieht.

Es wird genauso wie in Linz ablaufen: Keiner wird es wagen, sich direkt gegen die Volksbefragung auszusprechen. Vielmehr werden „rechtliche Bedenken“ an der Zulässigkeit der Befragung von einigen hochseriösen Zeitgenossen geäußert werden, und man wird versuchen, die Volksbefragung im Hinterzimmer irgendeines Ausschusses abzusägen.

Nur: Wir werden uns das nicht gefallen lassen, und auf unseren Rechten bestehen. Das einzige das wir brauchen sind 614 Unterstützungserklärungen. Und dann wird es Zeit, dass jede/r, auch in Steyregg, öffentlich Farbe bekennt.