Offene Antwort des Bürgermeisters an „Plesching will Leben“

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Johann Würzburger, Bürgermeister von Steyregg
Johann Würzburger, Bürgermeister von Steyregg

Sehr geehrter Herr Obmann Rockenschaub,

über etwas nachzudenken sollte doch nicht verwechselt werden mit ansonsten eben unbedachten Maßnahmen. Solche wurden eben nicht gesetzt. Was ist so verwerflich daran, wenn ein Vorschlag unserer Exekutive auf Umsetzbarkeit und vermutete Auswirkungen geprüft wird?

In der angeschlagenen aufgeregten Tonart wird meines Erachtens völlig ignoriert, dass bis dato keine Entscheidung getroffen wurde, eben weil völlig klar ist, dass so eine Maßnahme geprüft werden muss. Die Einbeziehung der betroffenen Anrainer war von Anfang an eine Selbstverständlichkeit. Es ist inzwischen auch sehr offensichtlich, dass es triftige Gründe gibt, die gegen die „angedachte“ (!) Lösung sprechen. Ich habe auch in meiner Auskunft an Michael Radhuber sehr deutlich darauf hingewiesen, dass Gegenargumente jedenfalls einbezogen werden und eine Umsetzung dieses Vorschlages keinesfalls beschlossene Sache sei.

Deine Unterstellung, ich würde nicht an die belastete Luftsituation der Pleschinger Bevölkerung denken, weise ich zurück. Ich habe auch das Argument des vermehrten Verkehrsaufkommens durch Plesching genau verstanden und es wird dazu nicht kommen. Ich räume ein, dass diese Konsequenz aus einer allfälligen Einbahnregelung wohl von Anfang an mehr Aufmerksamkeit verdient hätte. Aber gerade um möglichst nichts zu übersehen wurde eben keine „Schnellschussverordnung“ erlassen, sondern ein Lokalaugenschein einberufen. Nicht mehr und nicht weniger.

Ich bin mir im Übrigen sicher, dass die Ziele von „Plesching will Leben“ sich so gut wie vollständig mit meinen eigenen Bestrebungen decken. Patentlösungen hast Du in Deiner Amtszeit nicht zur Verfügung gehabt und mir geht es leider ähnlich.

Freundliche Grüße

Hans Würzburger