Offener Brief des Obmannes des Vereins „Plesching will Leben“ an den Bürgermeister von Steyregg

0
769
Plesching (C) Google Earth
Plesching (C) Google Earth

Ing. Karl Rockenschaub, Obmann des Vereins „Plesching will Leben“

Grüß dich Hans!*

Mit einiger Verwunderung muss ich hören und lesen, dass eine temporäre Einbahnregelung am Pleschinger See, in Fahrtrichtung Plesching und Einbindung in die Landesstraße eingeführt werden soll, bzw. „angedacht“ ist.

Abgesehen davon, dass der auslösende Grund dafür wohl anders zu lösen sein muss, erhebt sich für uns die Frage ob man beim „Andenken“ auch an die Bürgerinnen und Bürger des Steyregger Ortsteiles Plesching gedacht hat.

Anscheinend nicht.

Vergessen ist die schon jetzt untragbare Verkehrssituation, die im Sommer durch die einseitige Sperre der Steyregger Brücke, wieder gewaltige Ausmaße annehmen wird.

Vergessen ist die enorme Feinstaubbelastung. Nur Messen alleine, ohne Konsequenzen hilft den Menschen nicht.

Dies Alles, ausgelöst durch auswärtige Besucher am See, die Erholung und Entspannung suchen oder etwas anderes tun. Wir als hier lebende Menschen sind uninteressant.

Auf unserem Rücken und Gesundheit kann dies ja Alles ausgetragen werden.

Wo ist die Unterstützung des Bürgermeisters für die eigene Bevölkerung? Die nächste Gemeinderatswahl ist noch weit entfernt, sie kommt aber sicherlich.

Wer hat eigentlich „angedacht“?

Warum hast du als Bürgermeister dieses nicht im Sinne der eigenen Bevölkerung und Wähler als nicht durchführbar erkannt? Von den Seegästen gibt es keine einzige Stimme.

Uns beschleicht der Eindruck, dass wieder einmal alles „unter der Tuchend“ erledigt werden soll. Die Bevölkerung braucht es ja nicht zu wissen.

Nur wenige Grundanrainer werden zu einem Lokalaugenschein eingeladen. Die restlichen Menschen haben es zu schlucken.

Das dies nicht so sein wird, dafür werden wir sorgen.

Wir sind sehr gespannt auf deine Rückäußerung.

Mit bestem Gruß
Karl Rockenschaub
Obmann des Vereins „Plesching will Leben“

*Die Steyregger Zeitung ist keine politische Plattform. Die Redaktion der SZ publiziert Meinungen und Leserbriefe, egal ob sie die Meinungen des Autors teilt oder nicht. Egal welcher politischer Richtung. Wir möchten die offene Diskussion fördern.