Radlobby macht gegen Radfahrverbot auf Steyregger Brücke mobil

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Gehweg Steyreggerbrücke, Bild: Radlobby Steyregg
Gehweg Steyreggerbrücke, Bild: Radlobby Steyregg

Im Zuge der Sanierung der Steyregger Brücke ab 4. April dieses Jahres soll ein vollständiges Fahrradverbot auf der Brücke verhängt werden. Das Land OÖ begründet das Fahrradverbot mit Sicherheitsbedenken. Bestehen bleibt nur ein Gehweg, auf dem Radfahrer ihre Fahrräder schieben können.

Dieses Fahrradverbot wird von dem Sprecher der Steyregger Radlobby Steyregg, Gerhard Fischer, heftig kritisiert: „Man verpasst hier jede Gelegenheit um Anreize zu schaffen, damit möglichst viele in der Zeit des zu erwartenden massiven Staus vom Auto auf das Rad umsteigen!“

Kritisiert wird von der Radlobby auch die Tatsache, daß nach Sanierung der Brücke der neue Fahrradweg nur 2,5 Meter Breite, und nicht wie ursprünglich vorgesehen 3,5 Meter Breite vorweist. Auf der VOeST Brücke stehen Fußgängern und Radfahrern nach Sanierung im Vergleich fast 5 Meter Breite zur Verfügung, also doppelt soviel wie auf der Steyregger Brücke.

Da mit der Sanierung der Brücke die Weichen für die kommenden 40 Jahre und mehr gestellt werden, werde hier die einmalige Gelegenheit verpasst, Maßnahmen zur Attraktivierung des Radverkehrs einzuleiten. Solche Maßnahmen würden laut Radlobby auch dazu dienen, die Stauprobleme in und um Linz zu entschärfen.

„Mit dieser Mentalität werden wir nie einen Radfahreranteil wie in den Niederlanden oder Dänemark erreichen, wo zwischen 20 und 40% der Bevölkerung regelmäßig mit dem Rad unterwegs sind“, so Fischer.

Anhang: Radwegführung Sanierung B3 – Steyregger Brücke Phase 1

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