Resolution für Bleiberecht von Lehrlingen in Mangelberufen

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Ausbildung statt Abschiebung

In einer gemeinsamen Resolution von SBU, SPÖ, BPS und IST an die österreichische Bundesregierung hat sich gestern der Steyregger Gemeinderat mehrheitlich gegen eine Abschiebung von gut integrierten Lehrlingen in Mangelberufen ausgesprochen. Die Steyregger ÖVP stimmte gemischt ab bzw. enthielt sich der Stimme, die FPÖ stimmte gegen den Resolutionsantrag.

Integration Chance für Unternehmen und unsere Wirtschaft

Die Abschiebung von Asylwerbenden in Lehrausbildung verhindert nicht nur eine der erfolgreichsten Integrationsmöglichkeiten, sie schadet auch den österreichischen Unternehmen. Eine der größten Chancen für die Integration ist die Eingliederung von geflüchteten Menschen in den Arbeitsmarkt, eine Chance für die Betroffenen selbst, aber auch für die Unternehmen und unsere Gesellschaft. Schließlich bringt eine Lehrstelle Fachausbildung, Sprachkompetenz, Freundschaften und Einbindung in die österreichische Gesellschaft.

Die Lehre in Mangelberufen ist eine der wenigen Beschäftigungsmöglichkeiten für Asylwerbende. Denn gerade im Bereich der Mangelberufe suchen Betriebe händeringend nach Arbeitskräften – der Fachkräftemangel schreitet in enormen Tempo voran. Die Lehre für Asylwerbende ist hier eine Möglichkeit, dem Fachkräftemangel etwas entgegenwirken.

Der Gemeinderat appellierte deshalb an die Bundesregierung, das in Deutschland bewährte Modell „3plus2“ bei Asylwerbenden in der Lehre umzusetzen. „3plus2“ sieht vor, dass Lehrlinge während ihrer 3-jährigen Lehrzeit und den ersten beiden vollen Arbeitsjahren nicht abgeschoben werden.