Steyregg verdient einen neuen Stil

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Es gibt im Wesentlichen 2 Arten, wie man Politik verstehen kann: Entweder versucht man, die Wähler mit sachlichen Argumenten zu gewinnen, oder man bewirft seine politischen Mitbewerber „hintenrum“ mit Schmutzkübeln. In der Hoffnung, dass irgendetwas schon hängenbleiben wird.

Gerade in Steyregg erfreut sich die Schmutzkübelmethode zuletzt wieder größerer Beliebtheit bei ein paar Mitbürgern. Anlass dafür war mein Artikel über die notwendigen rechtlichen Bewilligungen beim Bohren von Hausbrunnen, den ich damals als Antwort auf das SBU Flugblatt vom November/Dezember des Vorjahres geschrieben hatte.

Schlecht beraten ist auch daneben

Worum geht’s? Einige unserer Mitbürger sind der festen Meinung, dass sie private Hausbrunnen vollkommen bewilligungsfrei ohne jegliches Rechtsverfahren errichten können. Mit diesem Mythos habe ich versucht aufzuräumen, da jeder, der so vorgeht, riskiert, rechtliche Probleme zu bekommen und viel Geld zu verlieren.

Es gibt zwar bestimmte Arten von Hausbrunnen, die wasserrechtlich nicht bewilligt werden müssen – für die wird dann aber praktisch immer eine Bewilligung nach der Bauordnung, also eine Baugenehmigung oder Bauanzeige benötigt. Der Unterschied ist rechtlich subtil, und für nicht rechtskundige Menschen nicht immer offensichtlich. Gerade deshalb finde ich es wichtig, öffentlich darauf hinzuweisen, damit unsere Mitbürger nicht in diese Falle tappen, und riskieren, viel Geld zu verlieren. Darüber hinaus ist seit 1952 jede mechanische Bohrung per Gesetz vorab anzeigepflichtig – also auch jede Brunnenbohrung. Das ist etwas, das eigentlich jeder Brunnenbauer wissen sollte.

Wer also im Bereich des Ostumfahrungstunnels nach Wasser suchen will, sollte diese beiden Punkte unbedingt berücksichtigen, um nicht Probleme mit dem Land OÖ zu bekommen. Denn im Bereich der Ostumfahrung ist jedes bewilligungs- oder anzeigepflichtige Bauvorhaben oder Projekt ohne Genehmigung des Landes per Verordnung seit dem Frühjahr 2019 untersagt.

Ein paar Mitmenschen haben nun offenbar gerade aus diesen Gründen Probleme mit der Behörde bekommen. Die Schuld für ihre Probleme schieben sie nun mir in die Schuhe, da ich vor diesen und ähnlichen Rechtsproblemen gewarnt habe. Und wie immer werden die Schmutzkübel dabei aus dem Hinterhalt geworfen, an Stammtischen, über WhatsApp, Instagram, usw…

Ausschnitt aus „Ratgeber Hausbrunnen“, Broschüre des Landes Oberösterreich, Seite 16 (Download)

Schuld sind immer die anderen: Sieh Dich als Opfer….

Nun wird also aktiv das Gerücht gestreut, ich hätte jemand bei der Behörde angezeigt. Das ist – wieder einmal – vollkommener Schwachsinn.

Dies Vorgehensweise, immer andere Menschen für die eigenen Probleme verantwortlich machen zu wollen, ist ein bekanntes psychologisches Muster von Menschen, die Probleme damit haben, Verantwortung für ihr eigenes Verhalten zu übernehmen.

Wer Politik betreibt, indem er „hintenrum“ WhatsApp oder Facebook Nachrichten verschickt, in denen er mich oder andere Menschen für seine eigenen rechtlichen Probleme verantwortlich macht, beweist nur eines: Dass er sein eigenes Leben nicht im Griff hat.

Die Diskreditierung politischer Mitbewerber mit solchen Behauptungen ist die Methode jener Menschen, die für das Gemeinwohl der Bevölkerung sonst nichts mehr zu bieten haben. So handeln nur die Verlierer.