Wassernot am Pfenningberg nimmt zu

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Dürre am Pfenningberg 2018. Quelle: Rudi Anschober (Twitter)
Dürre am Pfenningberg 2018. Quelle: Rudi Anschober (Twitter)

Nach einem langen, trockenen Sommer, und einem ebenso ziemlich trockenen Herbst hat die Wassernot in den Siedlungen des Pfenningberges stark zugenommen. Mehrere Hausbrunnen in Lachstatt, Holzwinden und Götzelsdorf sind bereits trocken, und viele Bewohner sind auf externe Wasserlieferungen angewiesen.

In Steyregg hat es im Jahr 2018 bislang um 40% weniger Niederschlag gegeben als im durchschnittlichen Vergleichszeitraum der Jahre 1981-2010 – das belegen aktuelle Daten der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik. In Summe fehlen somit mehr als 300 mm Niederschlag in diesem Jahr. Die Monate Juli und Oktober stechen im langjährigen Vergleich als besonders extreme Monate hervor – mit bis zu 70% weniger Niederschlag als in den langjährigen Vergleichsmonaten.

Niederschlagsdaten Österreich 2018. Quelle: ZAMG
Niederschlagsdaten Österreich 2018. Quelle: ZAMG

Besonders betroffen von dieser Dürre sind die Landwirte Steyreggs sowie sämtliche Siedlungen, die nicht an das Gemeindewassernetz Steyreggs angeschlossen sind, und deren Brunnen trocken gelaufen sind oder aber nur noch wenig Wasser führen. Das Gemeindewassernetz versorgt in Steyregg nur die Ortschaften Steyregg, Windegg, Teile von Obernbergen, und den Wohnpark Hasenberg. Pulgarn wird von der Wassergenossenschaft Pulgarn versorgt, die jedoch ebenso Wasser aus Steyregg bezieht. Plesching und Plesching am Pfenningberg werden von der Linz AG mit Wasser versorgt.

Die Ortschaften Lachstatt, Holzwinden, Götzelsdorf und Hasenberg sind nicht an das Ortswassernetz angeschlossen. Die meisten Häuser besitzen private Hausbrunnen oder Quellen zur Wasserversorgung, nur in Lachstatt (Daxleitner) sowie in der sogenannten Hackl-Lehner-Siedlungen wurden (öffentlich-rechtliche) Wassergenossenschaften zur Versorgung mit Trinkwasser gegründet.

Im Gegensatz zu Steyregg wurde in Engerwitzdorf in den vergangenen Jahrzehnten das Trinkwassernetz und die Kanalisation ständig weiter ausgebaut, mit dem Ergebnis, dass in unserer Nachbargemeinde heute der Großteil des Gemeindegebietes sowohl mit dem Ortswasser- als auch Kanalnetz der Gemeinde erschlossen werden konnte.