Windegger wehren sich mit offenem Brief

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Windegger Bewohner fühlen sich von Stadtpolitik im Stich gelassen

Starke Regenfälle haben eine Hangrutschung in Windegg verursacht. Seit gut drei Monaten ist deshalb die Zufahrt zu den Häusern Windegg 44-51 (oberhalb der Firma Neubauer) nur erschwert passierbar. Seitdem kann die Straße nur mehr von PKW bis maximal 3,5 Tonnen Gesamtgewicht befahren werden. Auch die OÖ Nachrichten berichteten am 8. August ausführlich zu dem Thema.

Hangrutschung in Windegg 44-59 (C) Google Earth
Hangrutschung in Windegg 44-59 (C) Google Earth

Die betroffenen Bewohner beklagen die Untätigkeit des Bürgermeisters. Seit Monaten sei nichts geschehen, das auf eine Änderung der Situation hindeute. Auch die Feuerwehr kann im Ernstfall nicht zufahren, weshalb die betroffenen Windegger um ihre Sicherheit bangen. Sie haben sich deshalb in einem offenen Brief an Landeshauptmann Pühringer und Landesrat Steinkellner gewendet.

Bürgermeister Würzburger zeigt sich verwundert ob des Protests, und entgegnet, dass zur Schadensfeststellung und Sanierung mehr Zeit notwendig sei. Er hoffe jedoch, bereits diese Woche mehr über das tatsächliche Schadensausmaß in Erfahrung bringen zu können.

Aus dem offenen Brief der Betroffenen:

„Unsere 8 Häuser sind durch eine öffentliche schmale und steile Bergstraße erschlossen, die die einzige Zufahrt darstellt. Bei Fahrbahnreparaturen (Überasphaltierung) sind die talseitigen Leistensteine, die das Wasser führen sollten, nicht angehoben worden und damit haben die starken Regenfälle im Mai den Hang zum Rutschen gebracht (siehe angehängte Fotos) und es ist ein Teil der Fahrbahn mit- abgerutscht.
Die Fahrbahn ist seit dem so eingeengt, dass gerade noch PKW-Verkehr möglich ist, LKW-Verkehr ist seit dem unmöglich und die Straße wurde richtiger Weise auch auf 3.5 Tonnen beschränkt. (Foto der eingeengten Fahrbahn angehängt). Es wäre daher im Brandfall unmöglich, dass ein Löschfahrzeug unsere Häuser erreichen könnte und wir müssten hilflos zusehen, wenn ein Haus niederbrennt.
Einer von uns Hauseigentümern baut gerade sein Haus um und ist bei diesem Umbau schwerst behindert. Er muss den Beton mit einem Tumper -Fahrzeug jeweils tonnenweise über eine Strecke von rund 1 km bringen lassen, Schotter und Ziegel karrt er sich in kleinen Mengen mit dem PKW-Anhänger zur Baustelle.
Jetzt besteht unsererseits gewisses Verständnis, dass diese Straßensanierung vielleicht einige wenige Wochen dauern kann, aber außer der Gewichtsbeschränkung und der Kennzeichnung der Straßenverengung und dem Legen von Sandsäcken zur Wasserführung entlang des Straßenabbruches ist seit 3 Monaten nichts geschehen, dass auf eine Änderung der Situation hindeutet. Abgesehen davon, dass Straßenwasser üblicher Weise hangseitig und nicht talseitig abgeführt werden soll, gäbe es unserer Meinung nach zwei klare Sanierungsmöglichkeiten:
Entweder durch Hangabtrag bergseitig die Fahrbahn wieder auf die ehemalige Breite zu bringen oder durch das Schlagen einer Stahlspundwand oder Ähnlichem-bei eventuell felsigen Untergrund durch das Einbohren einer schweren Bewehrung im talseitigen Rutschungsbereich die Basis für die Fahrbahnwiederherstellung zu schaffen.
Auf verschiedene Interventionen von uns bekommen wir von Bgm. Mag. Würzburger die Auskunft, dass Gutachten eingeholt werden, Vermessungsarbeiten durchgeführt werden, Profile erstellt werden usw. , nur das bringt uns Betroffenen in der Praxis gar nichts.
In Wahrheit ist es ein Skandal, dass entweder aus Unfähigkeit oder Gleichgültigkeit so mit uns Bürgern umgesprungen wird.  Wir laden Sie und vor allem die Medienvertreter ein, diesen unhaltbaren Dauerzustand, der seit 3 Monaten besteht, zu besichtigen.“

 

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